Projekt

Über das Projekt SmartKitchen

Wie sieht die Küche der Zukunft aus? Im Forschungsprojekt „SmartKitchen“ entwickelt ein interdisziplinäres Wissenschaftsteam Lösungen dafür, wie man digitale und personalisierte Medien in die Kochumgebung der Zukunft integrieren kann, so dass Kochen intuitiver, geselliger und faszinierender wird.

Im Februar 2016 startete das auf drei Jahre angelegte Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Scheible und dem stellvertretenden Leiter Prof. Dr. Arnd Engeln.

SmartKitchen Skizze (Grafik: E.G.O.)

Ziele und Methoden

Basierend auf einer intensiven Nutzerforschung, die untersucht, wie Menschen kochen, was sie dabei Positives erleben, und was manche Menschen auch zu „Kochmuffeln“ macht, werden verschiedene prototypische Technologielösungen in Laborumgebungen und in Haushalten auf ihre Nutzerzentriertheit und das Nutzererleben hin getestet. Wir möchten mit einem nutzerzentrierten Forschungsansatz verstehen, wie das Kocherlebnis heute aussieht, insbesondere für Digital Natives, die ja bereits sehr intensiv diese neuen Geräte und Medieninhalte nutzen.

Wir werden dahingehend sogenannte „in-situ-Projektionen“ testen. Wir können damit Medieninhalte wie Rezeptseiten, Kochvideos, Videochat-Fenster und Facebook- oder Newsfeeds auf eine beliebige Oberfläche in der Küche an jede beliebige Oberfläche der Küche projizieren. So können wir mittels  Gesten- und Sprachsteuerung, sowohl Sprach-Ein- als auch Sprachausgabe, in Bilder zoomen oder Kochvideos anwählen, ohne tatsächlich Geräte anfassen zu müssen.

Bei all dem ist es wichtig, dass das Kocherlebnis im Vordergrund steht, und nicht die Technik.

Methodische Vorgehensweise

Der Fokus liegt auf der nutzerzentrierten Erforschung der User Interaction (Nutzerverhalten) und der User Experience (Nutzererleben). Das Vorgehen orientiert sich am nutzerzentrierten Produktentwicklungsprozess nach DIN ISO 9241-210: 2010. So wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse und Anforderungen der Nutzer in besonderer Weise Berücksichtigung finden. Entscheidend für die Evaluation der User Experience sind aber nicht allein Messungen, sondern Methoden, die neben quantitativen Einschätzungen der User Experience auch Informationen liefern, die speziell Gestaltern ein umfassendes Verständnis des Erlebens und der dafür verantwortlichen Gestaltungsaspekte und -elemente ermöglichen. Dazu wird z.B. die Valenzmethode angwandt, ein Verfahren, das die formative Evaluation der User Experience ermöglich. Innerhalb dieses Vorgehens wechselt sich Rapid Prototyping mit Evaluationen aus Nutzersicht, technischer und datenschutzrechtlicher Sicht ab.

Aspekt Datenschutz

Die neuen Nutzungskonzepte und Technologie-Lösungen werden konform zu europäischen Datenschutzbestimmungen entwickelt. Somit leistet das Projekt auch einen Beitrag zur Debatte um Herausforderungen vernetzter, smarter Geräte im Smart Home.

Fördergeber

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das „SmartKitchen“-Projekt der Hochschule der Medien Stuttgart im Rahmen der Förderlinie „FHprofUnt“ des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ mit rund 466.000 Euro. Das Vorhaben wird außerdem unterstützt durch unseren idustriellen Partner, die E.G.O. Elektro-Gerätebau Oberderdingen GmbH.

Projektteam

Das SmartKitchen-Team besteht aus wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und Professoren aus allen drei Fakultäten der Hochschule der Medien.

Leitung

Jürgen Scheible

Prof. Dr. Jürgen Scheible

Projektleiter, Interaction Design
Arnd Engeln

Prof. Dr. Arnd Engeln

Stellv. Projektleiter, User Research

User Research

Michael Burmester

Prof. Dr. Michael Burmester

anne-pagenkopf_sw_web

Anne Pagenkopf

zeiner_sw_web

Dr. Katharina Zeiner

Technische Implementierung

henka_sw_web

Alexander Henka

Raghav

Ragavendra Lingamaneni

Teamfoto leer

Prof. Uwe Schulz

Bild folgt
zimmermann_sw_web

Prof. Dr. Gottfried Zimmermann

Datenschutz

Tobias Keber

Prof. Dr. Tobias Keber

Foto: Alexandra Krombholz

Projektkoordination

Sabine Palm

Sabine Palm

Projektpartner

E.G.O. Logo

E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH

Das Forschungsprojekt wird mit dem Partnerunternehmen E.G.O. Elektro-Gerätebau GmbH durchgeführt. Zur E.G.O.-Gruppe zählen 18 Vertriebs- und Produktionsgesellschaften in 16 Ländern. Die Gruppe erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von etwa 594 Mio. Euro und beschäftigte rund 6.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Stammsitz im baden-württembergischen Oberderdingen gilt als einer der weltweit führenden Zulieferer für Hersteller von Hausgeräten. Das Unternehmen produziert alle Heiz- und Steuerelemente, die zum Kochen und Backen, zum Waschen, Trocknen und Geschirrspülen benötigt werden. Überdies liefert E.G.O. auch Komponenten, Systeme und Technologien für Gastronomie und professionelle Wäschepflege sowie anspruchsvolle Komponenten für die Medizin- und Gebäudetechnik oder die Automobilindustrie.

VIS Logo

Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme

Das Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme (VIS) der Universität Stuttgart ist ein Institut im Fachbereich Informatik der Fakultät Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik. In sechs Abteilungen forschen und lehren ca. 70 Personen in den Bereichen Visualisierung und Computergraphik, Mensch-Computer-Interaktion und Interaktive Systeme, Computer Vision und Mustererkennung.

Forschung an Fachhochschulen Logo

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das „SmartKitchen“-Projekt der Hochschule der Medien Stuttgart im Rahmen der Förderlinie „FHprofUnt“ des Programms „Forschung an Fachhochschulen“.

Sie haben Interesse, mit uns zusammenzuarbeiten oder sich mit uns auszutauschen?